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  • AutorenbildNicole Hoenig

Intuitives Essen - Ein Anti-Diät-Konzept mit einem Hauch von Magie

Aktualisiert: 3. Nov. 2022

Intuitives Essen - irgendwie liegt ein Hauch von Magie über diesen Worten, findest Du nicht auch? Das klingt so gar nicht nach einem neuen Diätkonzept, sondern nach Freiheit, Emotionen und Loslassen, oder?


Um es vorweg zu nehmen - genau darum geht es!



Intuitives Essen als Abnehmprogramm?


Immer häufiger hört man in der letzten Zeit davon, dass intuitives Essen die Alternative zu sämtlichen Diäten ist. Leider wird in diesem Zusammenhang auch häufig ein Abnehmerfolg versprochen. Woher kommt das?


Das ursprüngliche Konzept des Intuitiven Essens geht zurück auf zwei amerikanische Ernährungstherapeutinnen: Elyse Resch und Evelyn Tribole. Nach jahrelanger Arbeit mit KlientInnen haben sie ein Konzept entwickelt, dessen Ziel es ist, sich von allen Diätvorstellungen zu lösen und Frieden mit dem Essen und dem eigenen Körper zu schließen. Ihr Buch "Intuitive Eating" wurde zum Beststeller.


Leider ist dem Verlag bei der Herausgabe der deutschen Ausgabe von "Intuitive Eating" ein Fehler unterlaufen. Ob unabsichtlich oder absichtlich sei dahingestellt. Aus dem völlig neutralen "Intuitive Eating" wurde in der deutschen Ausgabe "Intuitiv abnehmen". Der Rückentext des Buches wirbt demnach auch mit dem "Intuitiven Schlankheitsprogramm".


Was für ein Bullshit!


Worum es beim Intuitiven Essen wirklich geht

Intuitives Essen ist eigentlich ein "Anti-Diät-Konzept" - also das Gegenteil von einem Schlankheitsprogramm. Und genau das macht es so wertvoll.


Jahrelang quälen sich nämlich viele von uns - überwiegend Frauen - mit den unterschiedlichsten Diäten herum. Mal darf man das nicht essen, mal muss man nur das essen. Mal sollst Du Fettpunkte zählen, dann wieder Kalorien oder Schritte oder sonstwas. Das Gewicht geht dabei immer wieder runter und rauf. Und wieder runter und rauf. Und mit jeder neuen Diät leidet Dein Stoffwechsel. Das heißt, dass nach jeder Diät - vor allem wenn es sich um strenge Diäten mit einer niedrigen Kalorienzahl handelt - Dein Körper sich merkt, dass es Zeiten mit nur wenig verfügbarem Essen gibt, dass er quasi gerade eine Hungersnot überstanden hat. Er passt sich so an, dass er bei jeder neuen "Hungersnot" mit immer weniger Energie auskommt. Denn unser Körper ist seit Urzeiten auf ein Ziel programmiert: ÜBERLEBEN!


Isst Du nach einer strengen Diät dann aber wieder "normal" ("Endlich wieder essen, was ich will!"), dann legst Du an Gewicht zu. Der Körper legt eine Notreserve an, für schlechte Zeiten, für die nächste Hungersnot. Bekannt ist das Ganze auch unter dem "Jojo-Effekt".


Das Konzept des Intuitiven Essens setzt beim Diätdenken an, bei von außen (sprich: einer Diät) aufgezwungenen Essgewohnheiten, bei den vom Verstand vorgegebenen Essensregeln. Denn wie wir gesehen haben, macht es keinen Sinn, diesem ständigen Auf und Ab von Hunger und übermäßigem Essen weiter zu folgen. Es schadet unserem Körper mehr, als dass es ihm nützt.


Das Konzept des intuitiven Essens führt Dich zurück zu Deiner Körperweisheit. Es geht davon aus, dass Du eigentlich weiß, was Dir gut tut und wieviel Du brauchst. Leider haben wir verlernt, auf unser Körpergefühl zu hören. Zu sehr lassen wir uns beeinflussen von Diätversprechen und von den Meinungen anderer. Zumal in unserer Gesellschaft immer alles im Überfluss vorhanden ist. Dazu kommen die Werbung, Alltags-Stress, Ablenkung durch Social Media, Schönheitsideale und und und... Irgendwann ist uns das natürliche Gefühl für unseren Körper abhanden gekommen und wir haben nur noch auf das gehört, was uns von außen gesagt wurde.


Um eins klarzustellen: Es ist manchmal absolut erforderlich, den Rat eines Experten / einer Expertin einzuholen. Vor allem dann, wenn es um ernste körperliche Beschwerden und Erkrankungen geht (z.B. Nahrungsmittelallergien, Zöliakie etc.). Dann bleibt uns manchmal gar nichts anderes übrig, als für eine Weile oder sogar lebenslang eine bestimmte Ernährungsform einhalten zu müssen.


Tschüss Diätmentalität!

Was bewirkt nun also intuitives Essen?

Du lernst, wieder auf die Signale Deines Köpers zu hören!

Der erste Schritt ist gleich mit der wichtigste: Verabschiede Dich von der Diätmentalität!


Diätmentalität bedeutet, dass Du z.B. Kalorien zählst, das Gewicht auf der Waage kontrollierst, Lebensmittel in gut und schlecht, in gesund und ungesund einteilst. Dass Du gewissen Schönheitsidealen hinterherläufst und Dich daran orientierst, was die anderen machen, statt zu schauen, was DU denn brauchst.


In meiner langjährigen Tätigkeit als Ernährungsberaterin und Coach habe ich eins erkannt: Ernährung ist etwas sehr individuelles. DIE eine Ernährung für alle gibt es nicht.


Kennst Du das, dass Du aus purer Gewohnheit zu bestimmten Zeiten isst? Oder einfach isst, obwohl Du keinen Hunger hast, weil es gerade auf dem Teller liegt? Weißt Du überhaupt, wie es sich anfühlt, Hunger zu haben? Vertraue Deinem Hungergefühl!


Auf die Signale Deines Körpers zu hören, bedeutet auch, wieder ein Gefühl für Hunger und Sättigung zu bekommen. Und zu vertrauen, dass Du das richtig wahrnimmst! Nur so kannst Du herausfinden, wieviel und was Dein Körper braucht. Der Sinn des intuitiven Essens ist es, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was Dir gut tut. Denn eigentlich weißt Du das. Du willst oder kannst es meistens nur nicht mehr wahrnehmen.


Indem Du Deine Diätgedanken aufgibst, gibst Du Dir die bedingungslose Erlaubnis, zu essen! Keine Verbote, keine Einschränkungen, keine Kontrolle, keine strengen Regeln!


Kein schlechtes Gewissen mehr

Das funktioniert nicht? Du wirst nur noch "ungesundes Zeug" essen?

Kann sein! Zumindest für den Anfang kann es sich so anfühlen. Denn der Körper holt sich zurück, was Du ihm so lange vorenthalten hast. Wenn sein Bedürfnis befriedigt ist, und Du realisiert hast, dass Du auch morgen wieder alles essen darfst, legt sich dieser unbändige Hunger nach "ungesunden" Sachen. Ein ganz wichtiger Schritt raus aus der Diätmentalität und hin zu einem entspannten Essverhalten.


Das Loslassen der Diätmentalität und der Einteilung in "gut" und "böse" bringt eine enorme Entlastung und öffnet Dir die Tür zum echten Genießen. Dabei musst Du nicht jede Deiner Mahlzeiten exzessiv zelebrieren. Du darfst Dir aber wieder erlauben, zu schmecken, Dir Zeit zu lassen beim Essen, auch mal etwas liegen zu lassen oder abzulehnen, wenn Dir nicht danach ist.


Das Essen wird zu dem, was es eigentlich sein sollte - Bedürfnisbefriedigung auf der einen Seite, Genuss auf der anderen Seite. So sind beide glücklich: Dein Körper, der das bekommt, was er braucht und wonach er verlangt, und Deine Seele, die sich voll und ganz auf den Genuss und das Wohlgefühl konzentrieren kann, ohne dass der Verstand mit seinen ganzen Regeln, Vorschriften und Zweifeln ständig dazwischen grätscht.



Die Sache mit den Gefühlen

Der Weg zu diesem entspannten Essverhalten ist unterschiedlich lang. Mal geht es schneller, mal dauert es länger, bis der Verstand realisiert, dass er wirklich loslassen darf. Emotionen spielen dabei eine große Rolle. Essen erfüllt häufig eine Ersatzfunktion für unterdrückte, nicht gefühlte Gefühle. Das ist vielleicht die schwierigste Aufgabe auf dem Weg zum intuitiven Essen: Zu erkennen, welche Funktion das Essen häufig erfüllt, das Gefühl zuzulassen und dadurch wertzuschätzen. Du erkennst, was Du wirklich brauchst und wie Du es bekommen kannst. Das Essen - und vor allem die damit verbundenen Zwänge und Schuldgefühle - verliert dadurch seinen übergroßen Stellenwert und macht Platz im Kopf für angenehmere Dinge.


Gefühlsmäßig schwierig ist es auch, seinen eigenen Weg zu einem respektvollen Körpergefühl zu finden. Sich selbst zu akzeptieren erfordert in einer Welt, die von Schönheitsidealen und Körper-Vorbildern geprägt ist, eine gewisse Portion Mut. Dabei geht es gar nicht um die vielgepriesene "Body-Positivity". Nein, Du musst Deinen Körper nicht toll finden, nur weil es gerade Trend ist. Ihn zu akzeptieren, so wie er ist, reicht da völlig aus. Und das ist meistens schon anspruchsvoll genug. Bewegung, die Spaß macht und nicht das Ziel verfolgt, "die Fettverbrennung zu optimieren", gehört dazu. Den Körper spüren, dankbar zu sein, dass er uns durch dieses Leben trägt, verschafft eine große Freiheit und Entspannung beim Essen und beim Verfolgen von Gewichtszielen.


Intuitives Essen ist magisch

Ja, es liegt tatsächlich ein Hauch von Magie in der Luft, wenn es ums intuitive Essen geht. Das ist meine Erfahrung aus vielen Coachings zu diesem Thema.

Ich bin berührt, wenn meine KundInnen nach einer langen Zeit des Diäthaltens und des schlechten Gewissens eine Befreiung aus diesen Zwängen rückmelden.

Ich bin begeistert, wenn ich miterleben darf, wie auf einmal die Zahl auf der Waage und die Kleidergröße immer unwichtiger werden und Genuss und Lebensfreude wieder in den Vordergrund rücken.

Ich freue mich, wenn sich Mut und Vertrauen auszahlen und den Weg frei machen für ein Essverhalten ohne schlechtes Gewissen und Schuldgefühle.

Ja, es funktioniert!


Bist Du bereit, Dich auf diese Magie einzulassen?

 

Mit meinem Online-Kurs "Intuitiv essen - Vertraue Deinem Bauchgefühl" begleite ich Dich auf deinen ersten Schritten zum befreiten Essen. Trau Dich!




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