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Frisch und regional im September - Leckeres Fenchelgemüse

Aktualisiert: 17. Okt. 2022

Der Fenchel ist bei uns als Gemüse eher weniger bekannt.

Der Fencheltee jedoch ist eigentlich allen ein Begriff. Zumindest kennen die meisten von uns ihn aus Kindheitstagen, wo wir diesen Tee immer bekommen haben, wenn wir mal Bauchschmerzen hatten.


Vermutlich stammt der Fenchel aus Ägypten, wo er schon vor 4000 Jahren als Heil- und Gewürzpflanze geschätzt wurde. Schon damals sollen die Fenchelsamen bei Erkrankungen der Atemwege verwendet worden sein und die Fenchelwurzel als Mittel gegen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Aus diesem wilden Fenchel wurde später der Gemüsefenchel gezüchtet.



Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

Bei Fenchel gibt es eigentlich nur zwei Lager: "mag ich" oder "mag ich nicht"!


Dabei ist der Fenchel als "Knollenfenchel" ein ganz großartiges Gemüse. Im Mittelmeerraum finden wir ihn in ganz vielen Gerichten. Er wird vor allem gern zusammen mit Fisch serviert, mit dem sein anisartiges Aroma wunderbar harmoniert.


Auch der Gemüsefenchel hat eine wohltuende Wirkung auf Verdauung und Atemwege. Das liegt an seinen ätherischen Ölen, die nicht nur in den Samen, sondern - in geringerer Menge - auch in den fleischigen Blättern erhalten sind. Roh zubereitet als Salat oder Rohkost bleiben die feinen ätherischen Öle am besten erhalten und geben ein intensives Aroma. Beim Dünsten, Braten und Backen verliert sich die Intensität etwas und geht eher in eine milde Anisnote über.


Es lohnt sich, den Fenchel als Gemüse auch hierzulande einmal zu probieren. Ich bin großer Fan dieses Gemüses, vor allem deshalb, weil er sich so einfach und schnell zubereiten lässt.

Im Saisonkalender für diesen Monat findest Du einen vegetarischen Rezept-Tipp mit Fenchel, der bestens für Einsteiger geeignet ist.


Und falls Du irgendwann mal wieder in Italien bist, solltest Du unbedingt die Finocchiona probieren, eine Salami mit Fenchelsamen, die in der Toskana zu Hause ist. Den Namen hat diese Spezialität ganz einfach vom italienischen Wort Finocchio für Fenchel. Und dieses liegt wiederum nah beim lateinischen Ursprung der botanischen Bezeichnung Foe­niculum vulgare.


Nach so vielen spannenden Fakten hast Du hoffentlich Lust bekommen, Dich selbst mal an ein Gericht mit Fenchel heranzutrauen.


Und auch sonst bietet der September eine Fülle an heimischen Gemüse- und Obstsorten.


Lass ihn uns genießen!





TIPP: Durch einen Klick auf das Bild kannst Du Dir das Dokument als PDF herunterladen!





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